Bei Schmerzen im Liegen
Sie möchten endlich wieder erholsam schlafen, aber Ihre Schmerzen im Liegen kommen immer wieder?
Warum nur wenige orthopädische Matratzen halten, was sie versprechen.
Viele Menschen suchen bei Schmerzen im Liegen – zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall, Skoliose oder Hüftproblemen – nach einer orthopädischen Matratze.
Das ist verständlich – aber nicht jede Matratze, die orthopädisch genannt wird, entlastet Ihren Körper automatisch richtig.
Der Begriff „orthopädische Matratze“ – eine wichtige Klarstellung
Orthopädische Matratzen gelten als geeignete Lösung bei Rückenbeschwerden, Bandscheibenvorfall, Skoliose oder anderen orthopädischen, muskuloskelettalen Problemen.
Jedoch ist der Begriff „orthopädische Matratze“ weder geschützt noch rechtlich eindeutig definiert. Jeder Hersteller kann seine Matratze ungeprüft als „orthopädisch“ bezeichnen – egal, ob tatsächlich eine medizinisch sinnvolle Wirkung tatsächlich vorliegt.
Darum sollte eine orthopädische Matratze nicht nach Verkaufsversprechen, Härtegraden oder Produktbezeichnung beurteilt werden.
Entscheidend ist, ob sie zum individuellen Belastungsprofil Ihres Körpers passt.
Was eine orthopädische Matratze leisten soll
Grundsätzlich soll eine orthopädische Matratze die Rückengesundheit unterstützen, indem
- der Körper beim Liegen entlastet wird
- Druckpunkte reduziert werden
- die Wirbelsäule orthopädisch ideal liegt
- eine ergonomische Liegeposition erreicht wird
Welche Rolle spielen Matratzen-Härtegrad, Matratzen mit Zonen, Punktelastizität?
Matratzen, auch orthopädische Matratzen, sind generell in vielen verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Liegeeigenschaften erhältlich.
Bekannte einschlägige Verkaufsargumente sind:
1. Matratzen-Härtegrade
Härtegrade von Matratzen richten sich dem Körpergewicht.
Vom Härtegrad hängt ab, wie stark eine Matratze unter dem Druck des aufliegenden Körpers nachgibt.
Es gibt Härtegrade nach 5 Gewichtsklassen: weich (H1) bis sehr fest (H5).
Eine zu weiche Matratze lässt die Wirbelsäule durchhängen; eine zu harte erzeugt Druckspitzen an Schulter und Hüfte.
2. Liegezonen von Matratzen
Die verschiedenen Liegezonen von Matratzen richten sich nach Körperpartien (Schulter, Bauch, Becken).
Die Zonen haben unterschiedliche Härtegrade (siehe oben).
Typischerweise sind Schulter- und Beckenzone weicher gehalten, um Druckentlastung zu ermöglichen, während Lende und Beine fester gestützt werden.
Ziel ist eine möglichst gleichmäßige Unterstützung entlang der Wirbelsäulenachse.
3. Punktelastizität des Materials
Die Punktelastizität einer Matratze unterscheidet sich je nach Material, zum Beispiel Kaltschaum, Latex oder Federkern.
Die Punktelastizität des Materials bestimmt, ob die Matratze unter dem Druck des aufliegenden Körper an einem bestimmten Bereich mehr nachgibt als in anderen Bereichen.
Je größer die Punktelastizität, desto besser wird der Druck des Körpers auf die Matratze verteilt.
Solche Eigenschaften machen Matratzen zwar vergleichbar.
Aber der entscheidende Faktor bei Rückenschmerzen im Liegen bleibt unklar:
Ob die Matratze Ihren Körper wirklich entlasten kann oder nicht.
Trotz Matratzenvarianten: Warum Rückenprobleme meist nicht weggehen
Warum sind die Schmerzen beim Liegen immer noch da – obwohl Sie Ihre Matratze gewissenhaft nach Härtegrad, Zonen und/oder Material ausgewählt hatten?
Weil die Matratze trotzdem nicht zu Ihrem Körper passt.
Trotz aller Variationen, eine handelsübliche Matratze ist und bleibt: ein Massenprodukt,
Ein Produkt, das für eine breite Masse an Menschen produziert wird, kann jedoch den individuellen Anforderungen Ihres Körpers nicht ausreichend gerecht werden.
Es besteht also große Diskrepanz zwischen dem, was eine herkömmliche Matratze leisten kann und dem, was Ihr Körper und Ihre Rückengesundheit benötigen.
Vermutlich mussten Sie dies bereits selbst feststellen.
Die Individualität Ihres Körpers ist die große Herausforderung, woran fast alle Matratzen scheitern
Was Ihr Körper beim Liegen wirklich benötigt, hängt von Ihrer Individualität ab:
- Ihr Körperbau ist individuell (Größe, Gewicht und Körperform)
- Ihr körperlicher Zustand ist individuell (Beschwerden und Erkrankungen, insbesondere Bandscheibenvorfall, Skoliose etc.)
- Sie haben ein individuelles Liegeverhalten (Rücken-, Bauch- oder Seitenlage)
- Sie haben ein persönliches Liegegefühl – liegen Sie gerne etwas weicher oder härter?
Eine dieser beiden Matratzen scheitert an der Individualität des Körpers – Rückenschmerzen sind vorprogrammiert.
Ihre Matratze muss Ihrer Individualität gerecht werden.
Nach dem Motto:
Maßanzug statt Massenware.
Individualität statt Industriestandard.
Unsere diagnostische Erfahrung stammt aus der Praxis.
Seit fast 30 Jahren analysieren wir Schmerzen im Liegen und entwickeln Lösungen enger Zusammenarbeit mit Orthopäden und Physiotherapeuten.
Mehr über Markus Kroll erfahren
Ihre orthopädische Matratze sollte diese drei Eigenschaften haben
Punkt 1: Flexibilität
Die Matratze muss sich perfekt an die Form des Körpers anpassen
Die Matratze muss sich von Kopf bis Fuß exakt an die Konturen des liegenden Körpers anpassen. Das heißt, die nach außen gewölbten Körperteile sinken ein (Schulter, Becken) – während sich die Matratze an die nach innen gewölbten Körperpartien anschmiegt (Taille).
Das Ziel ist, jeden der vielen unterschiedlichen Körpertypen in jeder der Liegepositionen in die Ideallage zu bringen: Der Körper soll perfekt waagrecht ausbalanciert werden, sodass kein Körperbereich unnatürlich nach unten durchhängt oder nach oben gewölbt wird.
Punkt 2: Stützfunktion
Die Matratze muss den Körper in Ideallage halten
Nachdem die Matratze den Körper in die Ideallage gebracht hat, muss sie ihn halten und stützen.
Punkt 3: Druckentlastung
Die Matratze darf keine Druckpunkte auf den Körper ausüben
Jeder Druckpunkt, den die Matratze von unten auf den aufliegenden Körper ausübt, ist eine potentielle Schmerzursache und kann zu weiteren orthopädischen Problemen führen. Denn der Körper versucht, unangenehme Situationen im Schlaf auszugleichen – man wälzt sich hin und her, die Muskulatur verkrampft, man „flüchtet“ unbewußt in ergonomisch ungünstige Liegepositionen.
Luft ist physikalisch das ideale „Material“ für druckentlastetes und druckpunktfreies Liegen.
Welches Schlafsystem die orthopädischen Anforderungen wirklich erfüllt
Genau hier setzt ERGOFITair an.
Das Luft-Schlafsystem wurde entwickelt, um die Anforderungen an eine wirklich orthopädische Matratze praktisch umzusetzen: körpergerechte Lagerung, gezielte Druckentlastung und individuell einstellbare Unterstützung.
Statt Ihren Körper an feste Härtegrade oder vorgegebene Liegezonen anzupassen, wird das System auf Ihre Körperform, Ihr Gewicht und Ihre Liegesituation abgestimmt.
So entsteht keine Matratze von der Stange, sondern ein persönliches Schlafsystem, das Ihren Rücken im Liegen genau dort unterstützt, wo er es braucht.
Orthopädische Matratze Testsieger: Mit Vorsicht geniessen!
Viele Nutzer orientieren sich an Tests oder Vergleichsportalen.
Diese können hilfreich sein – haben jedoch Grenzen.
- Vergleichsportale verfolgen häufig kommerzielle Interessen – lesen Sie hier
- Testergebnisse können gefälscht sein – lesen Sie hier
- Tests arbeiten mit standardisierten Kriterien
- ergonomische Aspekte werden oft nur teilweise berücksichtigt
Auch etablierte Testverfahren bewerten viele Faktoren,
die für gesundes Liegen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Stiftung Warentest testet Matratzen mit standardisierten Testmethoden, die für orthopädische Matratzen Testsieger leider nicht geeignet sind. Mit einem solchen Standard-Matratzentest können die Vorteile eines Luft-Schlafsystems gegenüber normalen Matratzen leider nicht herausgefunden werden.
Hintergrund: Ein Matratzentest der Stiftung Warentest besteht aus sechs Testkriterien, die unterschiedlich gewichtet sind. Jedoch ist nur eines der Testkriterien aus orthopädischer Sicht relevant, nämlich die “Liegeeigenschaften”. Dies macht allerdings nur 35% eines Matratzentests aus. Alle anderen Testkriterien, die zusammen den Großteil eines Tests ausmachen (65%), sind orthopädisch völlig irrelevant (Handhabung, Waschbarkeit, Geruch, Werbung etc.) !
Somit ist Stiftung Warentest wenig hilfreich, um die beste orthopädische Matratze auszuwählen.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Stiftung Warentest eine weitere Matratzeneigenschaft, die für gesundes Schlafen wichtig ist, leider schon seit 2017 gestrichen hat: das Schlafklima (Quelle: https://www.test.de/Matratzen-im-Test-1830877-5441323/)
Ein typischer Matratzen-Belastungsttest für Standardmatratzen. Der Punkt „Haltbarkeit“ ist für orthopädische Matratzen Testsieger aber ziemlich unwichtig!
Wirklich wichtig für orthopädisch gesundes Liegen sind die ergonomischen Eigenschaften der Matratze – aber diese werden in den Tests leider vernachlässigt
Fazit
- Orthopädische Matratzen Testsieger und Tests sind wenig hilfreich, wenn man eine Matratze für gesundes, rückengerechtes Liegen sucht
- Insbesondere Stiftung Warentest vernachlässigt gesundheitliche Eigenschaften von Matratzen. Was nützt mir die lange Haltbarkeit einer Matratze, wenn ich jeden Morgen mit Rückenschmerzen aufwache?
Die Erkenntnis: Einfach eine neue Matratze zu kaufen löst Ihr Problem nicht
Ihr nächster Schritt ist nicht (schon wieder) die Frage „Welche Matratze ist die richtige?“
Sie sollten nun zuerst klären, was Ihr Körper individuell benötigt,
um endlich erholsam und schmerzfrei liegen zu können.
Ich möchte mehr dazu wissen, was mein Rücken nachts braucht.