Wie man bei Rückenschmerzen richtig liegen kann
Schmerzen im Liegen hängen davon ab, ob der Körper ungleichmäßig belastet wird.
Zuerst muss die richtige Belastung des Körpers verstanden werden.
Sonst kauft man immer wieder unpassende Matratzen – und die Probleme bleiben.
Viele suchen die Ursache an der falschen Stelle
Viele gehen davon aus,
dass ihre Schmerzen an der Matratze liegen.
Deshalb kaufen sie eine neue.
Oder probieren Kissen, Härtegrade und Schlafpositionen aus.
Doch oft bleibt das Problem bestehen.
Der Grund ist nicht das Produkt.
Der Grund ist die Belastung Ihres Körpers im Liegen.
Belastung eines liegenden Körpers (beispielhaft)
Gleiche Matratze. Völlig unterschiedliche Belastung und Wirkung
Stellen Sie sich zwei Personen vor:
- beide wiegen 80 kg
- eine ist 185 cm groß und schlank
- die andere 160 cm und deutlich kompakter
Beide liegen auf derselben Matratze.
Trotzdem entsteht nicht dieselbe Situation beim Liegen, denn:
- Die Druckverteilung ist unterschiedlich
- Die Belastung ist unterschiedlich
- Die Wirkung auf Wirbelsäule und Rücken ist unterschiedlich
Darum kann dieselbe Matratze für einen Menschen entlastend sein –
und für den anderen schmerzhaft.
Damit Ihr Körper im Liegen entlastet wird, müssen zwei Dinge gleichzeitig passieren
1. Anpassung
Die Matratze muss sich von Kopf bis Fuß wie ein Maßanzug an die Form des Körpers anpassen.
Schultern und Becken müssen einsinken können, damit kein punktueller Druck entsteht.
2. Stützung
Andere Bereiche müssen stabil bleiben, damit die Wirbelsäule nicht absinkt oder verdreht wird.
Insbesondere die Lordose muss stabilisiert gehalten werden.
Wenn die Matratze den Körper nicht richtig stützt und die Wirbelsäule durchhängt, sind Schmerzen beim Liegen vorprogrammiert.
Nur wenn Anpassung und Stützung zusammen funktionieren, entsteht echte ergonomische Entlastung.
Warum der Begriff ‚ergonomisch‘ tückisch ist
Viele achten darauf, dass Matratzen oder Kissen „ergonomisch“ sind.
Das Problem:
Der Begriff wirkt eindeutig, ist in der Praxis aber oft nur ein Verkaufsversprechen.
Eine Matratze ist nicht automatisch ergonomisch.
Sie wird es nur dann, wenn sie Ihren Körper genau dort entlastet und stützt, wo es nötig ist.
Und genau das ist bei jedem Menschen anders.
Härtegrade und Zonen sind keine echte Lösung
Woran Standardprodukte meist scheitern und Ihre Beschwerden nicht weggehen:
Massenware ≠ Ihr individueller Körper
Hersteller herkömmlicher Matratzen versuchen, die Individualität des Körpers zu berücksichtigen,
zum Beispiel mit verschiedenen Härtegraden, Liegezonen oder Materialien.
Aber der Widerspruch bleibt:
Standardmatratzen sind für Durchschnittskörper gebaut.
Ihr Körper ist aber nicht durchschnittlich.
Die Belastung Ihres Rückens ist nicht standardisiert.
Ihre Beschwerden und Ihr Gesundheitszustand sind individuell.
Standardmaterial forciert die Druckbelastung
Herkömmliche Materialien erzeugen immer Gegendruck.
Je mehr Gewicht wirkt, desto stärker drückt die Matratze zurück – und verhindert echte Entlastung.
(Übrigens, Luft ist physikalisch das ideale „Material“ für druckentlastetes und druckpunktfreies Liegen.)
Die Voraussetzung für ergonomisches Liegen:
zuerst den eigenen Körper verstehen
Ergonomisches Liegen bedeutet:
Die Matratze kann sich individuell an den Körper anpassen und ihn druckpunktfrei stützen.
Dazu muss man zuerst den eigenen Körper verstehen.
Was genau braucht mein Körper, um maximal entlastet zu liegen?
Solange diese Frage nicht beantwortet ist, werden Rückenprobleme immer wieder kommen.
Ich möchte verstehen, was meinem Körper im Liegen fehlt.
Unsere diagnostische Erfahrung stammt aus der Praxis.
Seit fast 30 Jahren analysieren wir Schmerzen im Liegen und entwickeln Lösungen enger Zusammenarbeit mit Orthopäden und Physiotherapeuten.
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