Arthrose

Was ist Arthrose?

Arthrose (abgeleitet von altgriechisch: „Gelenk“) ist die weltweit häufigste Erkrankung der Gelenke, vor allem in Hüfte, Knien, Händen und Schultern.

Arthrose liegt vor, wenn die Knorpelschicht an einem Gelenk fortschreitend verschleißt und der Knochen beschädigt ist.

Ein intakter Gelenkknorpel funktioniert wie ein schützender Stoßdämpfer zwischen den Knochen des Gelenks. Wenn sich der Knorpel im Laufe der Zeit immer weiter abnutzt, wird der Gelenkspalt immer kleiner bis die Knochen des Gelenkes aufeinander reiben – und somit fortschreitend und irreparabel beschädigt werden. Das Gelenk entzündet sich, schwillt an und schmerzt, und der Patient verliert an Bewegungsfähigkeit.

Am häufigsten von Arthrose betroffen sind Kniegelenk, Hüftgelenk und Fingergelenke.

Arthrose Hüftgelenk

Links: Intaktes Hüftgelenk
Rechts: Arthrose am Hüftgelenk

Symptome von Arthrose

Die Symptome der Arthrose sind individuell. Sie unterscheiden sich je nachdem, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet und welcher diagnostizierte Schweregrad besteht.

  • Frühes Stadium / leichter Grad: Im Gegensatz zu Arthritis, die auch ohne Bewegungen in Ruhestellung Gelenkschmerzen verursachen kann, beginnt Arthrose zu schmerzen wenn man das Gelenk bewegt; oft der sogenannte morgendliche „Anlaufschmerz“. Schmerzen können auch bei Belastung der Gelenke entstehen und dadurch, dass die betroffenen Gelenke früher ermüden.
  • Späteres Stadium / mittlerer und schwerer Grad: Aus den situativen Schmerzen entstehen oft Dauerschmerzen, auch nachts. Hinzu kommt ein Gefühl der Steifheit im Gelenk und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Bei noch weiter fortgeschrittener Arthrose kann es zu Entzündungen der Gelenke kommen die zu den typischen Schwellungen führen, außerdem zu Kapselbeschädigungen, Knochenzysten und Verknöcherungen.

 

Ursachen von Arthrose

Tatsächlich kann bei Arthrose sehr oft keine eindeutige Ursache diagnostiziert werden. In den meisten Fällen entsteht der Gelenkverschleiß durch dauerhaft falsche oder zu starke Belastung der Gelenke, die wiederum individuell verschiedene Gründe haben kann.

  • Übergewicht
  • Körperliche Überbelastung, zum Beispiel durch Sport, Arbeit
  • Fehlstellungen, zum Beispiel X-Beine
  • Verletzungen an Gelenk und/oder am Knorpel
  • Entzündungen, die den Knorpel beschädigen
  • Genetische Veranlagung / Erblichkeit

 

Was hilft bei Arthrose? Therapie und Behandlung

Die schlechte Nachricht vorab: Gelenkverschleiß kann nicht wieder hergestellt werden; Arthrose ist also nicht heilbar. Ziele einer Behandlung sind a) die Symptome der Erkrankung lindern, vor allem die Schmerzen, und b) einen weiteren Fortschritt des Gelenkverschleisses verhindern.

Die gute Nachricht ist, dass ein individueller interdisziplinärer Mix an Behandlungsmaßnahmen die Schmerzen lindern und die Bewegungseinschränkungen hemmen kann. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen konservativer und operativer Behandlung.

Konservative Maßnahmen

  • Medikamente, vor allem entzündungshemmende im Akutstadium
  • Bewegung und Training. Nur wenn man ein Gelenk bewegt, wird die notwendige Gelenkflüssigkeit durch den Knorpel gepumpt und das Gelenk geschmiert. Muskeln sollen aufgebaut werden, um das Gelenk zu unterstützen. Geeignet sind schonende Sportarten wie Schwimmen oder Walking
  • Physiotherapie
  • Körpergewicht reduzieren, um die Belastung auf das Gelenk zu mildern
  • Alltagshilfen dienen der Gelenkentlastung – und schonung, zum Beispiel druckpunktfreies ergonomisch-orthopädisches Schlafsystem oder Schuhwerk mit Spezialsohlen

 

Operative Maßnahmen

Eine Operation kann effektiv sein, wenn die Arthrose trotz konservativer Therapie fortschreitet und / oder die Schmerzen zu stark werden. Chirurgische Eingriffe bei Arthrose sind beispielsweise Gelenkspiegelung, Knorpeltransplantationen bis hin zu Versteifungen und künstlichen Gelenken.