Luftbett

Ein Luftbett ist im Prinzip nichts anderes als eine komfortable Luftmatratze, die man zum Schlafen nutzt – allerdings nicht zu verwechseln mit einem Luft-Schlafsystem!

Luftbetten: von Low Budget bis High End

Wie herkömmliche Luftmatratzen können Luftbetten einfach und schnell auf- und wieder abgepumpt werden. Viele Luftbetten verfügen sogar über eine integrierte Luftpumpe, die elektrisch oder batteriebetrieben ist. Dank ihrer Flexibilität und Kompaktheit kommen Luftbetten meist als preisgünstige mobile Ersatzmatratze zum Einsatz, zum Beispiel als Gästebett oder beim Camping.

Aber auch im Bettenfachhandel sind Luftbetten zu finden: als vollwertige, oft hochpreisige Matratze.

Luftlagerung hat ergonomische Eigenschaften

1. Anpassung an den Körper

Die Lagerung des Körpers auf Luft ist aus ergonomischer Sicht zunächst einmal positiv, denn dank Luft passt sich die Matratze bzw. das Luftbett perfekt an den aufliegenden Körper an – noch dazu drucklos, anders als bspw. ein Wasserbett, das aufgrund der physikalischen Masse von Wasser den Körper nicht drucklos lagert. Diese Anpassung ist allerdings nur einer von zwei notwendigen Faktoren für die optimale ergonomisch-orthopädische Körperlagerung – die Anpassung alleine genügt nicht.

2. Stützung des Körpers

Denn zweitens, nach der notwendigen Anpassung muss die Matratze den Körper in der ergonomisch idealen Liegeposition stützen und halten. Physikalischer Hintergrund: Luft lässt sich nach pneumatischen Gesetzen komprimieren (im Gegensatz zu Wasser). Im Luftbett entsteht so durch den aufliegenden Körper zwar eine Hubarbeit bzw. eine Stützkraft; allerdings kann ein Luftbett einen liegenden Körper nur dann in der idealen Lage stützen, wenn der Luftdruck bzw. das Luftvolumen groß genug ist und exakt auf den Körper abgestimmt wird.

Luftbetten haben schlechtes Schlafklima

Jeder Mensch verliert pro Nacht bis zu 1 Liter an Flüssigkeit, meist Schweiß. Luftbetten haben entweder eine komplett geschlossene (Kunststoff-) Oberfläche oder einen flächendeckenden innen liegenden Luftkern. Man liegt also auf einer mehr oder weniger geschlossenen Fläche (anders als bei einem „innen belüfteten“ Lamellen-Schlafsystem), wo die Luft nicht zirkulieren kann um die Körperfeuchtigkeit verdunsten zu lassen. Das Luftbett ist nicht atmungsaktiv, der Körper kommt noch mehr zum Schwitzen, und es können Schimmel und Keime entstehen.